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Hintergrundinformation zu Koalitionsfreiheit und Gewerkschaften in Südkorea

Zum 1. Mai 2015

Unsere Postkarten-Aktion hatte Erfolg!

Amnesty begrüßt Anfang Juli die längst überfällige Entscheidung des obersten Gerichtshofs von Korea zugunsten der Seoul-Gyeonggi-Incheon Migrants' Trade Union (MTU), die ein Urteil aus dem Jahre 2007 bestätigt. Danach können Wanderarbeiter ihr Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen und eine Gewerkschaft gründen, auch Migranten deren Aufenthaltserlaubnis abgelaufen ist oder die nie gültige Papiere zur Einreise oder für einen Aufenthalt hatten (Irregular Migrants). Ein wichtiger Schritt hin zur Anerkennung der Rechte von Wanderarbeitern.

Siehe auch Wanderarbeiter

Vereinigungsfreiheit und Gewerkschaften in 2014 - Jahresrückblick

Gewerkschaften sahen sich zunehmenden Einschränkungen ausgesetzt. Mehrere Gewerkschaftsführer erhielten Strafanzeigen oder wurden sogar inhaftiert, weil sie Streikmaßnahmen oder andere legitime gewerkschaftliche Aktivitäten durchgeführt hatten.

Kim Jung-woo, ehemaliger Vorsitzender der Betriebsgruppe der Koreanischen Metallarbeitergewerkschaft im Werk von SsangYong Motors, war im Jahr 2013 zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden, weil er Beamte der Stadtverwaltung daran gehindert haben soll, eine Protestveranstaltung in der Hauptstadt Seoul aufzulösen.

Er wurde im April 2014 gegen Kaution freigelassen, nachdem er die ursprünglich gegen ihn verhängte Strafe verbüßt hatte. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch gegen dieses Urteil ein Rechtsmittelverfahren angestrengt, weil sie eine härtere Bestrafung für angemessen hielt.

Das Ministerium für Arbeit und Beschäftigung versuchte im Jahr 2013, der koreanischen Bildungsgewerkschaft Korean Teachers and Education Workers' Union die Zulassung als gewerkschaftliche Interessenvertretung der Lehrkräfte zu entziehen. Im Juni 2014 wurde diese Absicht durch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Seoul bekräftigt, doch im September setzte das Hohe Gericht von Seoul die Umsetzung dieser Entscheidung bis zum Zeitpunkt des Richterspruchs in einem Rechtsmittelverfahren aus. (Quelle: Amnesty Report 2015)

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